Förderung der natürlichen Klimaschutzwirkung von Natur & Landschaft

Unser bester Helfer gegen Krisen

Wald ist mehr als Holz

Der Wald leidet mindestens unter zwei Krisen:  Klimaerwärmung  und Rückgang der biologischen Vielfalt. Die Auswirkungen spüren nicht nur die Waldbesitzer in ganz Deutschland bereits heute:

  • Stürme schlagen mehr Holz ein als Förster
  • Nur aus Fichte bestehende Wälder (Monokulturen) sterben ab, da sich die Bäume durch Trockenheit sich nicht mehr gegen Borkenkäfer wehren können
  • Pilzkrankheiten breiten sich aus, auch in Ammersbek >>>
  • Kiefernmonokulturen leiden unter Waldbränden

Hitze und Trockenheit, die in anderen Bundesländern den Wäldern zusetzen, werden zukünftig auch uns im Norden nicht verschonen. Die Art und Weise wie seit rund 200 Jahren  der Wald in Deutschland bewirtschaftet wird verstärkt die schädlichen Klimawandel-Auswirkungen. Forstbetriebe und -ausbildung müssen angepasst werden, das Bundeswaldgesetz und die Waldgesetze und Waldbaurichtlinien der Länder gehören dringend überarbeitet. Die Grünen in der Bundes- und Landesregierung haben dies in Angriff genommen.

Kommunalwald - Zwar können Kommunen über ihren eigenen Wald bestimmen, aber leider nur im Rahmen der genannten rechtlichen Grundlagen, deshalb ist es auch uns Grünen in Ammersbek ein wichtiges Anliegen, dass sich "von oben" etwas ändert.

Ammersbek besitzt nur 85 Hektar Wald, davon sind 67 Hektar Neuaufforstungen aus den Jahren 1994 bis 1997. Der Wald besteht aus einem Flickenteppich von etwa zwei Dutzend Waldparzellen. Kleine Waldflächen leiden besonders unter Randeinflüssen durch Stickstoff und Pestiziden aus der Landwirtschaft sowie Austrocknung durch Wärme und Wind. Ein gesunder, dichter Wald hat sein eigenes feuchtkühles Innenklima.  Je kleiner und aufgelichteter er ist, desto weniger kann er so ein Klima aufrechterhalten.

Neuaufgeforsteter Wald auf ehemaligem Acker braucht viele Jahrzehnte, bis er sich zu einem ökologisch wertvollen Wald entwickelt. Geht man durch die knapp 30jährigen Baumreihen der  Ammersbeker Neuaufforstungen (Foto rechts), kann man an der Bodenstruktur und der Krautschicht, dem artenarmen Bewuchs gut erkennen, dass es noch ein ganze Zeit braucht, bis dieser Stangenwälder weniger  Holzacker und mehr Wald sind.

Nach mehrjähriger Kritik der Ammersbeker Grünen an der Bewirtschaftung des kommunalen Waldes durch den zuständigen Förster wurde 2016 auf Initiative von uns Grünen hin im Umweltausschuss festgehalten, dass die vorrangigen Ziele der kommunalen Waldbewirtschaftung Naherholung und der Schutz von natürlichen Ressourcen sind, nicht aber die Maximierung von wirtschaftlichen Erträgen. Und in den Waldparzellen, die in Naturschutzgebieten liegen, steht an erster Stelle die Schutzfunktion Vorlage - 0259/IX  

Neuer Umgang mit dem Wald dringend nötig - Eine leichte Verbesserung im Umgang mit dem Wald trat ein, als der Bürgermeister dafür sorgte, dass das alle zehn Jahre notwendige Forstbetriebsgutachten extern vergeben wurde und die untere Forstbehörde Ammersbek eine anderen Förster zuordnete.

Wir Grüne halten an dem Ziel fest, in Ammersbek möglichst wenig "Waldbau" zu betreiben, denn jeder Eingriff wie Durchforstung oder Freistellung von " Zielbäumen" kostet Geld, schädigt durch Maschinen­einsatz den Waldboden, macht den Wald lichter und ist vor dem Hintergrund der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels russisches Roulette.

Wir begrüßen. dass die wenigen Fichtenforste, wie z.B. im Rehagen (Foto rechts), zu Laubmischwald umgebaut werden, hätten uns aber weniger Einsatz von schweren Holzerntemaschinen gewünscht.

Ganz besonders wichtig ist es, den Wald in den Naturschutz­gebieten in Ruhe zu lassen und unsere wenigen alten Waldstandorte zu schützen und nicht durch Wirtschafts­maßnahmen oder übertriebene Verkehrssicherung  (Schutz von Waldbesuchern vor umfallenden Bäumen und herabfallenden Ästen) zu schädigen.

Nur gesunder, sehr naturnaher Wald, Wald mit hoher Struktur- und Artenvielfalt, der bodenschonend behandelt und nicht durch Entwässerungsgräben und Auslichtung ausgetrocknet wird, kühlt die Landschaft und nahegelegene Wohngebiete und wirkt als Kohlenstoffsenke gegen den Klimawandel.



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